Gewusst wie – Die optimale Pflege und der richtige Schnitt
für junge Obstbäume und Gehölze
… das Thema bei diesjährigen Sommer-Schnittlehrgang des OGV am vergangenen Sonntag, unter der fachlichen Expertise des Baum-Experten Michael Wagner,
der gleich mit einer ganzen Ladung Gartengeräte und Material anrückte.
So wies er zu Beginn daraufhin, dass bei der Pflanzung eines neuen Baumes eine ausreichend große Baumscheibe um den Stamm gebildet und idealerweise ein Gießrand gesetzt werden soll, um eine optimale Wasserversorgung zu gewährleisten. Der Boden wird sollte mit Hornspänen (organischer Langzeitdünger mit viel Stickstoff) bestreut und dann mit einer 5 cm dicken Schicht aus Rindenhumus abgedeckt werden. Rindenhumus eignet sich besser als Rindenmulch, da der Humus der wichtigste Nährstoff im Boden ist – er zieht Wasser und Nährstoffe an und bindet diese. Im Vergleich dazu ist der Rindenmulch eine Nadelholzrinde die Gerbsäure enthält, nicht alle Gewächse vertragen diese, daher ist Mulch für ein Staudenbeet nicht geeignet. Wer die Baumscheibe bepflanzen möchte, könnte zu Wiesen-Salbei greifen, eine heimische Wildpflanze und ein wahrer Magnet für Bienen und Schmetterlinge.
Gerade bei unseren momentanen Extrem-Temperaturen ist es wichtig, die Obstbäume entsprechend zu schützen. Die glatte Rinde ist sehr empfindlich für die Sonne, ein Weißanstrich der Stämme wirkt nicht nur wie eine Sonnencreme, er schützt auch die Leitungsbahnen die unter der Rinde verlaufen und die Krone versorgen. Die Bäume sind durch die Hitze gestresst, die Rinde kann abfallen und Parasitenpilze können sich einnisten, schlimmstenfalls kann der Baum absterben. Michael Wagner hat auch dies vorgeführt. So hat er vor dem Anpinseln die Rinde von den Flechten befreit und für den optimalen Schutz bis zur Baumkrone weiß angepinselt.
Übrigens: wusstet ihr, dass ab einer Bodentemperatur von 25o das Gießwasser so schnell verdunstet, dass von 10 Litern gerade mal 2 Liter an der Wurzel ankommen?
Dann ging es den Jungbäumen an den Kragen – wobei dies bei dieser Hitze gelinde ausfiel. Um die Bäume nicht noch mehr zu stressen, gilt es nur das nötigste zu schneiden, hier und da nur ein paar Äste und Zweige die sich gegenseitig im Weg sind. Jungbäume bilden bis Ende August ihre Knospen, daher sollten keine Äste gekürzt, sondern nur ganz herausgenommen werden.
Wer seine Bäume nicht regelmäßig gießen kann, für den eignen sich sog. Bewässerungssäcke, diese geben das Wasser tröpfchenweise zur Versorgung ab. Bei größeren Bäumen bietet es sich an, aus mehreren Säcken einen Ring zu bilden.
Einmal mehr hatte Michael Wagner die entsprechenden Experten-Tipps parat und auch gleich in die Tat umgesetzt. Es war eine sehr informative und auch kurzweilige Lektion, bei dem die knapp 20 anwesenden Teilnehmer jede Menge neues Wissen mit nach Hause nehmen konnten. Vielen Dank, lieber Michael – es ist immer wieder ein Erlebnis!
Ein kühles Getränk unter dem schattigen Nussbaum rundete den gelungenen Vormittag ab.
Wollt ihr miterleben, wie es den jungen Bäumen weiter ergeht? Fortsetzung folgt – bei unserem Winter-Schnittlehrgang.
Sommerliche Grüße aus der Obstanlage
Euer Vorstand

Obst- und Gartenbauverein Büttelborn e.V.
Gartenpraxis vor Ort zu Besuch im Pfarrgarten
Und wieder hatten wir das Glück (oder Pech), dass unsere Gartenpraxis vor Ort am bis dato heißesten Tag des Jahres stattfand. Und trotz der Hitze konnten wir einen bestens aufgelegten Michael Wagner und ca. 15 Teilnehmer im Pfarrgarten begrüßen.
Es ist ein schöner, naturbelassener „verwunschener Garten“ der mit vielen Bäumen, Gehölzen und Sträuchern bewachsen ist, in dem es Gestaltungsmöglichkeiten mit Bänken und Ruheplätzen gibt, so der Profi. Als natürlicher Schattenspender dient der aktuelle Baumbestand, der dafür optimal geeignet ist.
Nützliche Tipps zur Erhaltung und zur Vitalität gab es natürlich viele, hier sind einige davon:
· Eine Hecke an einer Mauer soll immer freigeschnitten und von der Zaunrübe (Kletterpflanze) befreit werden, da diese die Triebe der Hecke absterben lassen kann.
· Einige Äste der Holunder wuchern bereits bis auf das Dach. Man soll darauf achten, dass die Äste der ans Haus heranwachsenden Bäume nicht das Dach beschädigen oder die Dachrinne verstopfen. Abhilfe ist hier das Dach freischneiden und vorsorglich ein Gitter in die Dachrinne legen, hält immer Dreck ab.
· Brombeere und Wildrose sollen vom Wildwuchs befreit werden, Schnitt an den Trieben, die nach oben zeigen.
· Kirschpflaume und Magnolie sollte man jetzt im belaubten Zustand schneiden.
· Bei einer Kastanie, die von alleine gewachsen ist, sollte von unten der Stamm gelichtet werden. Ein schöner Kronenansatz entsteht, wenn er über Jahre mit mehreren Schnitten in Form gebracht wird.
· Auch aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, das Totholz aus den Gewächsen zu entfernen.
· Die Wurzeln eines Kirschbaumes sind soweit ausgebildet, wie die Größe seiner Krone, plus 1/3 des Umfangs des Baumstumpfes.
· Interessant waren auch die Ausführungen zum Pflaumenfeuerschwamm, ein Parasit, der vorwiegend an Steinobstgewächsen auftritt. Er dringt ein und zersetzt das Holz von innen, verursacht eine Weißfäule, die das Holz faserig und brüchig macht. Heilen kann man dies nicht, den Baum sollte man vital halten (ausreichend wässern und düngen) und die befallen Äste großzügig bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
„Man muss die Bäume erziehen“ so ein Rat vom Experten Michael Wagner, er meint damit die Wurzeln in richtige Richtung zu leiten. Viel Wasser führt dazu, dass die Wurzeln tiefer ins Erdreich eindringen, bei wenig Wasser hingegen bleiben die Wurzeln eher im oberen Bereich.
Er verwies ebenso auf die Baumpflege, den fachgerechten Schnitt zur Förderung der Gesundheit und des Wachstums, sowie den Schutz vor Schädlingen.
Ein sehr informativer und schöner Garten-Besuch neigte sich bei den hohen Temperaturen dem Ende – Zeit für ein kühles Getränk und einen kleinen Snack auf den bereitgestellten Bänken im Schatten.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei der evangelischen Kirchengemeinde, dass sie uns ihren Garten geöffnet und nähergebracht haben, und auch für die kühlen und erfrischenden Getränke.
Michael Wagner danken wir für die vielen nützlichen Tipps – und vor allen Dingen, dass er bei diesen Temperaturen überhaupt den Weg zu uns angetreten ist – nochmals ein herzliches Danke dafür!
Schon heute freuen wir uns aufs nächste Jahr – sofern ihr für uns euren Garten öffnen wollt, dann sprecht uns gerne an.
Lasst es bei diesem Wetter ruhig und entspannt angehen und sucht euch ein schattiges Plätzchen….
Sommerlich heiße Grüße
OGV Vorstand

Winterschnittlehrgang März 2026

Kelterfest 2025
Kelterfest mit holdem Wettergott…
… was haben wir gezittert und gehofft, Zelte im Regen aufgebaut, die Wetter News stündlich gecheckt und die Planungen hin und her geworfen – die große Unbekannte bei unserem Kelterfest war das Wetter.
Aber, wie es in Büttelborn nun mal ist, meistens ist das Wetter auf unserer Seite! So auch bei unserem Kelterfest, es war bewölkt, aber trocken – und somit perfekte Bedingungen Anfang Oktober, am Tag der deutschen Einheit.
Und wir haben uns sehr darüber gefreut, dass so viele Gäste und Besucher den Weg in die Obstanlage angetreten sind und unser Angebot angenommen haben.
Viele Familien mit Kindern trafen sich, um sich hier ein paar schöne Stunden zu verbringen. Große Augen und jede Menge Fragen gab es beim Keltern der Äpfel vom Hofladen Massing zu leckerem Most.
Unter der ausführlichen Anleitung der Familie Grischke, die seit vielen Jahren dankenswerterweise das Keltern übernimmt, wurden die Äpfel verarbeitet. Der frisch zubereitete Most konnte direkt vor Ort gekostet und als Saft oder Schorle getrunken werden. Zur Mitnahme standen Kanister und Flaschen bereit.
Großen Anklang fand auch das Angebot an Speisen, waren es auf der einen Seite die allzeit beliebten Kartoffelpuffer aus Funks Kartoffeln, die leider schon nach ca. 2.5 Stunden ausverkauft waren, oder die leckere Linsensuppe der Metzgerei Herbert, die wir mit oder ohne Wurst angeboten haben. Unser Hinnerbäcker hat sich nicht gescheut früh aufzustehen und extra für uns in die Backstube zu gehen, damit wir frische Brötchen anbieten können.
Unser grandioses Kuchenbüffet, das für alle Geschmäcker einen
Lieblingskuchen bereithielt, umfasste mehr als 35 Kuchen – zum Schluss waren alle weg.
Alles in allem eine sensationelle Leistung aller Helfer – großen Dank an das unermüdliche Aufbau-Team, das mehrere Tage vor Ort agierte. Krämers Klaus und Jan Schneider danken wir für die Unterstützung und den Support an Ausstattung, Vorbereitung und Durchführung.
Nicht zu vergessen die Helfer, die mit viel Elan dafür sorgten, dass die Besucher mit Essen und Getränke versorgt wurden.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die vielen Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäcker, die mit Ihren Kuchen eine einzigartige Vielfalt auf unser Büffet zauberten.


Baumpflanz Challenge 2025
Herausforderung angenommen und geschafft! –
Erfolgreiche Teilnahme an der Baumpflanz Challenge 2025
Die Kita Regenbogen Büttelborn hatte u.a. uns für die o.g. Challenge nominiert.
Auch wenn wir gerade tief in den Vorbereitungen und Aufbau für unser Kelterfest am 03. Oktober 2025 stecken, war es für uns Ehrensache daran teilzunehmen!
Wir sind schon viele Jahre freundschaftlich durch gemeinsame Aktivitäten mit den Kitas in unserem Ortsteil verbunden (u.a. jährliche Ostereiersuche in der Anlage etc.).
Es war also schnell klar, wir machen darüber hinaus wieder etwas, um den Kindern die Natur näher zu bringen!
Am Dienstagvormittag war es dann so weit: bei bestem Wetter pflanzten wir in der Obstanlage eine süße, selbstbefruchtende Buschkirsche. Die Früchte können die Kinder bei einem ihrer Ausflüge in die Obstanlage direkt essen und genießen!
Für die nächsten Baumpflanzungen nominieren wir:
– den Heimat- und Geschichtsverein Büttelborn
https://www.facebook.com/hgvbuebo
– die Hubertusschützen Büttelborn
https://www.facebook.com/hgvbuebo
– CDU Gemeinde Büttelborn
https://www.facebook.com/cdubuebo
Wegen dem Feiertag und den beginnenden Herbstferien geben wir für euch zur Erledigung 14 Tage Zeit. Solltet ihr es nicht schaffen, freuen wir uns über eure Unterstützung bei einer unserer kommenden Veranstaltungen!
#WirPflanzenZukunft#BaumpflanzChallenge

Natur genießen…
… mit diesem Slogan melden wir uns aus der Sommerpause zurück. In der das Team des OGV keinesfalls auf der faulen Haut gelegen und sich die Sonne auf den Bauch hat brennen lassen – Nein, wir waren sehr fleißig!
Unser lang geplantes Vorhaben, den immer gern benutzten Spazierweg rund um die Obstanlage etwas einladender und freundlicher zu gestalten, haben wir in die Tat umgesetzt.
Unserer Aufforderung, die schöne Natur zu genießen folgend, wurden die vom OGV identifizierten Standplätze von Vertretern der Gemeinde Büttelborn abgesegnet. Der Bauhof der Gemeinde Büttelborn bereitete den Platz dafür vor und stellte noch einen Papierkorb auf, so dass die von uns neu angeschafften und gestifteten Bänke rasch aufgestellt werden konnten.
So finden sich nun an zwei Standorten, eine in der Nähe des Kindergartens und die andere am Ende der Obstanlage am hinteren Tor, zwei sehr bequeme Sitzbänke.
Wir laden alle Spaziergänger, Mütter/Väter und Großeltern mit Kinderwagen, Personen mit Hunden, Sportler und alle spazierenden Naturliebhaber herzlich ein, auf diesen Bänken Platz zu nehmen. Einfach, um ein wenig zu verweilen, sich auszuruhen, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, die ein oder andere nette Unterhaltung zu führen oder nur den Blick in die schöne Natur zu genießen, ein wenig innezuhalten und sich daran zu erfreuen!
Kommt also alle vorbei und nehmt Platz – hier lässt es sich aushalten!
Schon heute möchten wir auf unser Kelterfest am 3. Oktober hinweisen, traditionell immer am Tag der deutschen Einheit. Nähere Informationen dazu folgen im nächsten Newsletter.
DAS LEBEN IST SCHÖN
Mit allerbesten Grüßen
Euer
OGV Vorstand

Sommerschnittlehrgang 2025
“ Fokus auf Beerensträucher und Obstbäume beim
Sommer-Schnittlehrgang des OGV Büttelborn „
Pünktlich zum Beginn des Lehrganges konnte Klaus-Peter Scheuermann mehr als 20 Personen auf der Obstanlage bei herrlichem Wetter zum Sommer-Schnittlehrgang mit Hans-Peter Melchior begrüßen. Ernst Best hatte angeregt, nicht nur einzelne Schnitte vorzunehmen, sondern direkt einen Komplettschnitt auszuführen. So kam es, dass er sich mit den Eigentümern abstimmte, wo geschnitten werden kann, er sich gezielt zu den Gewächsen aufmachte und Hans-Peter Melchior voll und ganz unterstützte.
So ging es zunächst einer Herbst-Himbeere an den Kragen. Sie tragen öfter Früchte und können somit mehrfach geerntet werden. Die abgetragenen Triebe sollten mit einem Verjüngungsschnitt entfernt werden, damit mehr Sonne und Licht an die verbliebenen Äste gelangt und der Strauch fürs nächste Jahr fit gemacht wird. Neue Triebe allerdings bilden das Fruchtholz für die Früchte im nächsten Jahr. Beim Schnitt sollte, lt. Hans-Peter Melchior auch darauf geachtet werden, die Äste beim Schneiden abzulenken, d.h. Schnitt direkt am Trieb. Flechten am Holz sind für die Pflanze im Allgemeinen nicht schädlich. Sie deuten vielmehr darauf hin, dass die Pflanze nicht vital genug ist, d.h. sie hat nur Hunger und sollte mit Dünger versorgt werden.
Dann war die Stachelbeere an der Reihe – eine stachelige Angelegenheit. Stachelbeeren tragen, wie die roten Johannisbeeren auch, ihre Früchte am 2-jährigen Holz. Jetzt im Sommer gilt es nur die abgetragenen Äste zu entfernen, ein Rückschnitt sollte im Winter durchgeführt werden.
Ein weiterer Kandidat war ein dicht bewachsener Apfelbaum mit wenig Früchten. Ihm rückte Hans-Peter Melchior mit einem radikalen Schnitt zu Leibe, Sonne und Luft gelangen so an die verbliebenen Früchte und Äste. Er tankt somit die Kraft fürs nächste Jahr – ist luftig, so dass auch „der Hut durchfliegen kann“. Als nächstes war der Kirschbaum dran, auch hier zeigte er eindrucksvoll, wie ein Erneuerungsschnitt durchgeführt wird.
All das führte er mit einer Akku-Astschere durch, die die Teilnehmer ausprobieren durften und durchweg durch ihre Leistungsstärke und Leichtgängigkeit alle überzeugte. Zu erwerben ist diese bei Motorgeräte Friedmann, hier im Ort.
Der Experte hielt noch wertvolle Hinweise für die Teilnehmenden parat: Aufgrund des hohen UV-Lichts können auch Früchte einen Sonnenbrand bekommen. Auch zur Kirschessigfliege, ein gefürchteter Obstschädling, der u.a. Sauerkirschbäume aber auch weitere Obstsorten befällt, hatte er die entsprechenden Tipps. Ist bspw. ein Baum befallen, sollten die geschädigten Früchte direkt abgenommen und entsorgt werden, keinesfalls auf dem Kompost, da sie sich hier weiter vermehren. Das Auslichten, wie das
Abzwicken von Laub rund um die Früchte, verhindert ebenfalls die Eiablage der lästigen Tierchen. Lockmittelfallen und Einnetzung können dem Befall vorbeugen.
Nicht nur wegen des heißen Wetters traf man sich anschließend noch gerne zu einer geselligen Runde, wo man sich im Schatten, auf den neuen Garnituren des OGV, mit kühlen Getränken erfrischen und abkühlen konnte. Ein netter Austausch mit Hans-Peter Melchior rundete den für alle Teilnehmenden sehr gelungenen, informativen, kurzweiligen Sommer-Schnittlehrgang ab.
Zu guter Letzt hielt Hans-Peter Melchior noch ein ganz besonderes Präsent für den OGV parat: er schenkte dem OGV zwei verschiedene Himbeerpflanzen, eine Sommer- und eine Herbst-Himbeere. Eine großartige Geste, für die wir ihm herzlich danken und garantieren, dass beide einen schönen Platz finden, an den sie wachsen und gedeihen können.
Unser besonderer Dank gilt unserem Experten Hans-Peter Melchior, der die geballte Fachkompetenz einmal mehr eindrucksvoll auf die Obstanlage brachte. Ein herzliches Dankeschön auch an unseren Ernst Best, für die Vorbereitung und Abstimmung des Seminars, aber auch die charmante und witzige Begleitung.
Ein weiteres großartiges Angebot des OGV – Danke, dass ihr dabei wart (oder es leider verpasst habt) bei dem alle doch einige Tipps mit nach Hause nehmen konnten.
Sommerlich fruchtige Grüße
Euer OGV-Vorstand

Gartenpraxis vor Ort 2025
“ Gartenpraxis vor Ort“- Zu Besuch im Garten für „intelligente Faule“
Es war der bis dato heißeste Tag des Jahres, zu dem sich am 15. Juni knapp 20 gut behütete Besucher im Garten von Hans-Günther Barthel in der Schulstraße sammeln, um Tipps und Tricks vom Gartenprofi Michael Wagner zu erhalten.
Direkt am Vorgarten geht es mit wertvollen Infos los. Hier hat eine riesige Eibe ihren Platz, Achtung: die Früchte sind essbar, nicht aber die Kerne, die sind giftig – bereits 7 kleine Kerne können einen Erwachsenen töten.
Der astfreie Raum zum Gehweg muss 2,50 m in der Höhe betragen, ragt der Baum auf die Straße sind 4,50 Durchfahrtshöhe einzuhalten.
Auf dem Weg zum Garten, stellte Michael Wagner noch interessante Versionen einer möglichen Fassadenbegrünung durch Kletter-, Schlingpflanzen oder Weinreben vor, die nicht nur die Hitze vom Haus abhält, sondern auch evtl. auch als Sonnenschirm über dem Hof fungieren kann.
Im riesigen Garten der Geschwister Barthel finden sich nicht nur
riesige Tannenbäume, die mal als Weihnachtsbaum angeschafft wurden, sondern auch andere Arten von Gehölzen, Sträuchern sowie Obstbäume.
Um die Vitalität für die Tannenbäume, wie auch die Eibe im Vorgarten zu stärken, empfiehlt der Profi das Totholz und das wie wild um die Bäume wachsende Efeu zu entfernen. Um den Stamm sollte eine Fläche freigelegt werden, um diese dann mit
Rindenhumus aufzufüllen, was den Boden verbessert und den Bäumen wichtige Nährstoffe bietet.
Im schönen, größtenteils naturbelassenen, verträumten Wildwuchs-Garten gab es noch viel zu entdecken. Zwischen den Gräsern wurde liebevoll ein Weg gemäht, um die Obstbäume, Sträucher und Gemüsebeete zu erreichen. Michael Wagner bezeichnete den
Garten liebevoll: „ein Garten für intelligente Faule“.
Natürlich gab es zu diesem oder jenem Strauch noch viele Ratschläge, ebenso wie zur Gartenaufteilung der Nutzbereiche.
Die von einigen anwesenden Gästen mitgebrachten Problem-Fälle aus ihren eigenen Gärten begutachtete Michael ebenso genau, denn für jeden Fall gab es vom Experten einen Rat bzw. einen Lösungsansatz.
Ein sehr gelungener Garten-Besuch neigte sich trotz der Hitze langsam dem Ende – Zeit, um sich im Schatten der Tannen in der Lounge niederzulassen. Man könnte auch von einer After-Work-Party sprechen, um das ein oder andere kühle Getränk zu genießen und noch ein wenig über das Erfahrene zu fachsimpeln.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Hans-Günther und Karin Barthel, dass sie uns ihren Garten geöffnet und nähergebracht haben, ebenso für die tolle Bewirtung beim After-Work-Plausch, das allen viel Spaß bereitete.
Bei Michael Wagner haben wir uns ausdrücklich dafür bedankt, dass er uns wieder mit vielen nützlichen Tipps versorgt hat, und vor allen Dingen, dass er bei diesen Temperaturen überhaupt den Weg zu uns angetreten ist – nochmals ein herzliches Danke dafür!
Schon heute freuen wir uns aufs nächste Jahr – sofern ihr für uns euren Garten öffnen wollt, dann sprecht uns gerne an.
Mit sommerlich heißen Grüßen
Euer OGV Vorstand

Vortrag
“ Garten und Gärtnern ist „in“… „
… so begrüßte Klaus Wiewicke vom Vorstand OGV, die zahlreichen Gäste bei unserem Vortrag zum Thema Pflanzen in Töpfen mit Ivana Zahlauer am 1. April. Knapp 50 Gäste hatten den Weg ins ev. Gemeindehaus gefunden, um sich von der TV Gärtnermeisterin Tipps und Tricks für ihre Oase der Ruhe und Entspannung im eigenen Garten oder auf dem Balkon/Terrasse abzuholen.
Und wie vielfältig die sein können, brachte Frau Zahlauer mit vielen Fotos anschaulich auf den Punkt. Sie zeigte, wie fantasievoll die Pflanzen in Trögen, Amphoren, Steintöpfen, Schalen usw. selbst auf kleinster Fläche arrangiert werden können. Speziell für den Balkon gibt es bspw. schlanke Gräser, kleinbleibende Blätterrosen und jede Menge Blühpflanzen. Auch vielerlei Gemüse, wie bspw. Tomaten oder Radieschen, lässt sich wunderbar in Töpfen oder Hochbeeten anbauen und auch ernten. So können Apfelbäumchen im großen Topf, Zwerghimbeeren oder Zwergbrombeeren das gesunde Plus an Vitaminen liefern. Ja sogar Kürbisse lassen sich auf dem Balkon ziehen, sofern die Ausläufer, wie von Frau Zahlauer ausgeführt, auf einem Wäscheständer ranken können. Schmale und mobile Hecken können einen hervorragenden Sichtschutz bieten, Glanzmispel, die Ligusterhecke (auch gerne in Formen geschnitten) oder Rank-Spaliere dienen nur als Beispiel. Die Möglichkeiten sind hier fast grenzenlos. Urban Gardening, das Pflanzen in Kisten oder auch auf Paletten, war ebenso ein Thema des Abends.
Selbstverständlich gab es von der renommierten Gärtnermeisterin auch eine Auswahl über die richtigen Töpfe und ihre Besonderheiten, die aber immer ein Loch im Boden zur Entwässerung haben sollten. Auf die Wahl der richtigen Blumenerde sollte geachtet werden, damit die Wurzel gut atmen kann, die Erde u.a. feuchtigkeitshaltend ist und damit die Bewässerung pflanzenbedarfsgerecht erfolgen kann. Die unterschiedlichen Düngemethoden und -zeitpunkte wurden erörtert, genauso wie die evtl. notwendigen Rückschnitte nach der Blüte. Der Standort und die Pflege ist wichtig, wer mag es sonnig, wer eher halbschattig, welche mag es feucht gehalten zu werden und welche trocken, welche sind winterhart und welche müssen im Winter gut geschützt werden, jede Pflanze hat so ihre eigenen Bedürfnisse.
Es gab eine ganz Reihe interessanter Themen rund um die Topfpflanzen, die wir hier gar nicht alle aufführen können. Ein sehr spannender, aufschlussreicher und kurzweiliger Vortrag, zu dem wir auch viele neue Gesichter begrüßen durften. Ein großes Dankeschön an Ivana Zahlauer, der Gartenchefin der Rosenhöhe in Darmstadt.
Schön, dass ihr dabei wart – und schade, für alle die es nicht konnten.

